Die Logistikbranche steht vor einer tiefgreifenden Transformation: Klimaneutralität wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor und zur gesetzlichen Pflicht. Supercat, ein führender Logistikdienstleister mit Sitz in Österreich, setzt hier seit Jahren auf innovative Lösungen – von alternativen Antrieben bis zu digitalen Optimierungsansätzen. Doch wie funktioniert echte Klimaneutralität in der Praxis, und welche konkreten Schritte hat das Unternehmen bereits eingeleitet?
Grüne Technologien im Fokus
Supercats Portfolio umfasst bereits ein breites Spektrum an nachhaltigen Mobilitätslösungen. Elektrotransporter und Wasserstoff-LKW wie der Mercedes-Benz eActros oder der Toyota Hydrogen Truck ersetzen zunehmend Verbrennerflotte. Besonders im Einsatzgebiet der Oberösterreichischen Region hat das Unternehmen 2023 rund 80 % der Lieferungen mit klimaneutralen Fahrzeugen abgewickelt – ein Wert, der sich im Vergleich zu 2022 um 35 % steigern konnte. Doch die Technologie allein reicht nicht aus: Supercat integriert zudem KI-gestützte Routenplanung, die nicht nur Emissionen minimiert, sondern auch den Treibstoffverbrauch um bis zu 15 % reduziert.
Ein Beispiel aus der Praxis ist die Kooperation mit dem Supermarkt-Konzern Metro, bei der Supercat seit 2022 die Lieferketten für die Filialen in Wien und Graz mit klimaneutralen Fahrzeugen bedient. Durch die Kombination aus E-LKWs und dem Einsatz von Solarstrom für die Ladeinfrastruktur konnte der CO₂-Ausstoß pro Lieferung um 40 % gesenkt werden – ein Wert, der sich durch die Nutzung von Biokraftstoffen wie RME (Raffineriefettrückstand) sogar um weitere 25 % erhöhen lässt.
Regulatorische Herausforderungen und Lösungsansätze
Die EU-Klimaziele und das neue Lieferkettengesetz stellen Supercat vor komplexe Herausforderungen. Seit 2024 müssen alle Logistikunternehmen in der EU ihre Emissionen nicht nur messen, sondern auch transparent kommunizieren. Supercat reagiert darauf mit einem eigenen “Carbon Footprint Dashboard”, das Echtzeit-Daten zu den Emissionen jedes einzelnen Liefervorgangs bereitstellt. Besonders kritisch ist dabei der Bereich “Lagerlogistik”, wo Supercat seit 2023 auf grüne Kühlsysteme mit erneuerbarem Strom umgestellt hat – ein Schritt, der den Energieverbrauch in den Lagerhallen um 22 % reduzierte.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Rückverfolgung der Rohstoffe. Supercat arbeitet seit 2022 mit Zertifizierungen wie dem “Fair Trade”-Label für Paletten und Verpackungen zusammen, um sicherzustellen, dass keine Ressourcen aus Konfliktregionen eingesetzt werden. Besonders im Fokus steht dabei die Beschaffung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, wo Supercat bereits 95 % der verwendeten Paletten aus zertifizierten Quellen bezieht.
- Seit 2023: 80 % der Lieferungen mit klimaneutralen Fahrzeugen (35 % mehr als 2022)
- KI-Optimierung reduziert Treibstoffverbrauch um bis zu 15 %
- CO₂-Einsparung bei Metro-Lieferketten: 40 % durch E-LKWs + Solarstrom
- 22 % weniger Energieverbrauch in Lagerhallen durch grüne Kühlsysteme
- 95 % der Paletten stammen aus zertifizierter Forstwirtschaft
Die Zukunft der Logistik: Supercats Vision
Langfristig strebt Supercat eine vollständige Dekarbonisierung bis 2035 an – ein Ziel, das das Unternehmen mit einem dreistufigen Plan verfolgt. Zunächst geht es um die Ausweitung der Elektro- und Wasserstoffflotte, gefolgt von der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle wie dem “Carbon-Credits-Service”, bei dem Kunden für ihre klimaneutralen Lieferungen Zertifikate erhalten. Ein besonders innovatives Projekt ist die Zusammenarbeit mit dem Wiener Start-up “Green Cargo”, das Supercat dabei unterstützt, erste autonome E-LKW-Fahrten in der Stadt zu testen – ein Schritt, der nicht nur die Emissionen reduziert, sondern auch die Verkehrsbelastung in Ballungsräumen verringert.
Doch die größten Chancen sieht Supercat in der Digitalisierung. Durch die Integration von Blockchain-Technologie in die Lieferketten kann das Unternehmen nicht nur Transparenz schaffen, sondern auch neue Geschäftsmodelle wie “Pay-per-Use”-Dienste für grüne Logistiklösungen entwickeln. Besonders spannend ist dabei die Idee, Lieferketten zwischen Österreich und dem europäischen Binnenmarkt noch effizienter zu gestalten – ein Vorhaben, das Supercat bereits mit Partnern wie der ÖBB Logistik und dem österreichischen Umweltministerium vorantreibt.
Mit diesem Ansatz positioniert sich Supercat nicht nur als Vorreiter in der nachhaltigen Logistik, sondern auch als Partner für Unternehmen, die ihre Lieferketten klimaneutral gestalten wollen. Die Frage ist nicht mehr, ob die Branche umsteigen muss, sondern wie schnell sie es schafft – und Supercat zeigt, dass der Weg dorthin bereits heute begonnen hat.
